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Hot » Embryonenschutz Ade!

NewsimageIn Deutschland tritt das PID-Zulassungsgesetz (PräimpG) am 8. Dezember 2011 in Kraft, der bisherige Embryonenschutz ist nun Geschichte

Deutschland/Linz (07.12.2011, JfdL- mz). Am heurigen Festtag der Unbefleckten Empfängnis tritt das neue, von Bundespräsident Wulff, Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Bahr unterzeichnete Gesetz zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID) in Kraft. Die PID ist ein diagnostisches Verfahren zur Untersuchung von künstlich erzeugten Embryonen auf genetisch bedingte Krankheiten (sogenannte Erbkrankheiten). Von Seiten der Bundesländer-Vertretungen gab es keinerlei Einspruch. Still und leise wird also die PID im Tagesgeschäft Wirklichkeit, obwohl in der Bundesdebatte die Zulassung der PID zur angeblich wichtigsten ethischen Frage dieser Legislaturperiode erklärt wurde.

Überraschenderweise sind bereits die ersten „PID-geprüften“ Schwangerschaften gemeldet. In den Laborzentren führen Ärzte bereits PIDs durch, obwohl Bestandteile deren konkreten Umsetzung noch völlig ungeklärt und höchst problematisch sind. Ungeklärt sind vor allem die Grenzen der Zulassung der Selektion und die ebenfalls notwendige Verordnung sowie die noch nicht bestehende lizensierten Zentren und Ethikkommissionen.

Zukünftig überlässt es der Gesetzgeber neu gebildeten, interdisziplinären Ethikkommissionen, nach welchen Kriterien sie eine PID genehmigen oder ablehnen. Bewusst wollte der Gesetzgeber auf einen diskriminierenden Katalog von Krankheitsindikatoren verzichten. Damit öffnet er jedoch Tür und Tor für Beliebigkeit und Willkür durch die Ethikkommission.

Angesichts des aktuellen Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 18. Oktober wurde hingegen auf EU-Ebene klargestellt, dass bereits jeder Embryo bereits am Beginn seiner Existenz über Menschenwürde verfügt. So schrieb es bisher auch das deutsche Embryonenschutzgesetz vor, das nun durch die PID-Zulassung unterlaufen wird. Ob dieses Gesetz vor dem Europäischen Gerichtshof Bestand hat, wird sich zeigen.

Quelle: Christdemokraten für das Leben

Foto: Flickr.com: Wy@rt"


© www.youthforlife.net   22. 12. 2011   07:55 Uhr

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