Aktuelles » Lichter der Hoffnung in Linz
Jugend für das Leben machte mit der
Lichterkette auf das Lebensrecht der
Ungeborenen aufmerksam
Linz (09.12.2011, JfdL-mz). Vorigen Samstag, den 3. Dezember, fanden sich bei der Lichterkette von Jugend für das Leben rund 200 Menschen, darunter viele Jugendliche, in der Linzer Altstadt ein. Sie kamen, um ein öffentliches Zeichen für den Schutz des menschlichen Lebens zu setzen. Nach einer Hl. Messe in der Karmelitenkirche zog die große Menschengruppe, friedlich Kerzen tragend, die Landstraße entlang zum Hauptplatz, wo man eine Gedenkminute für abgetriebene Kinder hielt.
„Licht in die Dunkelheit der Zeit bringen“
P. James schilderte in seiner Predigt die Nöte der heutigen Zeit. Die fehlende Wertschätzung für das menschliche Leben verbreite eine „zunehmende Dunkelheit in der Gesellschaft“. Er forderte die Teilnehmer der Lichterkette auf, „das Evangelium des Lebens“ zu verkünden.
Gezielte Selektion behinderter Ungeborener
Auf dem Hauptplatz stellten die Teilnehmer ihre Kerzen auf die Konturen einer am Boden liegenden überdimensional großen Embryoschablone. Carina Broucek, Pressesprecherin von Jugend für das Leben, sprach von der Schutzbedürftigkeit der Ungeborenen und betonte, dass behinderte Ungeborene immer mehr der Willkür von Geborenen ausgeliefert sind. Die Pränataldiagnose, die eigentlich der Gesundheit des Kindes dienen soll, werde dazu missbraucht, behindertes Leben gezielt abzutreiben. Nicht genug, wird in Österreich jetzt sogar darüber diskutiert, im Rahmen der künstlichen Befruchtung „erzeugte“ Kinder im Embryonalstadium bei Verdacht auf Behinderung zu töten (Präimplantationsdiagnosik). Broucek appellierte an die verantwortlichen Politiker: „Lassen Sie niemals zu, dass ungeborenen Menschen mit Behinderung das Recht auf Leben verwehrt wird, denn sie bereichern unsere Gesellschaft.“
Frauen als Opfer der Abtreibung
Während der Lichterkette wurde in Gedichten und Zitaten betroffener Frauen das seelische Leid nach einer Abtreibung thematisiert. Manche Passanten stempelten die Abtreibungswunden als „Lügen“ und „Erfindungen“ ab. Bei einer Abtreibung gibt es aber immer zwei Opfer: das Kind und die Mutter. Hautnah erfuhren wir dies, denn eine Passantin, die anonym bleiben wollte, bat uns um Hilfsadressen, weil sie eigenen Angaben zufolge mit ihrer Abtreibung nicht fertig werde.
Obwohl Abtreibung in unserer Gesellschaft tabuisiert wird, haben dieses Jahr besonders viele Jugendliche für die Ungeborenen ein Zeichen gesetzt. Wir erreichten viele Menschen mit unserer Botschaft und insbesondere die konkrete Hilfe für eine Frau in seelischen Nöten bestärkt uns in unserem persönlichen Einsatz für das Leben.
Hier sehen Sie ein Video der Lichterkette in Linz
Foto: Jugend für das Leben
