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Hot » Diskriminierung von Lebensschützern in Österreich

NewsimageAbtreibungsbefürworter schrecken vor Gewalt nicht zurück. Das Gewissen als Richtschnur des Herzens bleibt jedoch zu allen Zeiten unverändert. Es erkennt das Böse und wehrt sich dagegen. Ein Kommentar von Norbert Steinacher, Generalsekretär der ‚Jugend für das Leben’

(09.05.2006, JfdL-nos) Friedliche Lebensschützer werden heute in Österreich diskriminiert. Sie werden öffentlich beschimpft und verspottet, weil sie sich für das Lebensrecht aller Menschen aussprechen. Lebensschützern wird Gewalt vorgeworfen, aber in Wahrheit wird ihnen Gewalt angetan. Die Medien sehen das anders, denn der Gesellschaft wurde Schweigen und Leiden verordnet.

Zeitungen wie NEWS bezeichnen die ‚Jugend für das Leben’ als „Finsterlinge“, auf Demonstrationen mit Beteiligung der SPÖ und der Grünen in Wien wurden wir im Sommer 2003 aus Lautsprechern stundenlang angeschrien: „Schaut euch die Pro Lifer an, schlimmer als die Taliban“. In Wels drohte die Sozialistischen Jugend direkt gegenüber unserer Hüpfburg voller fröhlich spielender Kinder mit einem Transparent und erhobener Faust: „Abtreibung ist Frauenrecht“. Die Eltern waren entsetzt, die Kinder weinten aufgrund der aggressiven Stimmung.

Gegendemo in Wels
(Bild: Schockierendes Vorgehen der SJ gegen spielende Kinder bei der Sommeraktion 2003)

Weihbischof Dr. Andreas Laun wurde bei unserer friedlichen adventlichen Lichterkette am 20. Dezember 2004 in Salzburg sogar angespuckt. Kurz vor Weihnachten präsentierten dort Gegendemonstranten des Lebensrechts ihre ungeschminkte Ideologie: „Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr (Christen, Anmerk.) uns erspart geblieben!“ Berichtete einer der versammelten Journalistenschar davon? Nein. Im Sommer 2005 konnte in Linz mit Mühe eine Schlägerei zwischen Abtreibungspropagandisten und Passanten verhindert werden. Warum: Die vorbeigehenden Leute waren an den Informationen von ‚Jugend für das Leben’ interessiert und wurden deshalb von demonstrierenden Abtreibungsbefürwortern angeschrieen und körperlich attackiert.

Glaubensverhöhnung
(Bild: Die Reaktion von Abtreibungsbefürwortern auf Adventlieder und Lichterkette der Lebensschützer, Salzburger Landeskliniken Dezember 2004)

geköpfter Embryo
(Bild: Trauriges Symbol der Gewalt gegen ungeborene Kinder: Der von Sozialisten abgetrennte Kopf eines Plastik-Embryomodells, er wurde Jugend für das Leben während der Infoaktion „Trauer in Salzburg“ vor die Füße geworfen. Salzburger Landeskliniken, April 2005)

Die Entrechtung der Existenz von ungeborenen Menschen richtet sich gegen jene, die dieses Unrecht beklagen

Dem Lebensschutzverein „Miriam“ wurde von der „Neuen Vorarlberger Tageszeitung“ am 23. März 2006 Anpöbelung, Diffamierung und Psychoterror gegen Frauen vorgeworfen, nur weil sie als Streetworker freiwillige Hilfsangebote vermitteln. Warum sonst fordern die SPÖ und Grüne lautstark „Schutzzonen vor Abtreibungskliniken“, als dass damit Frauen weniger informiert und Ungeborenentötungen störungsfrei ablaufen sollten? Steht der Tamsweger Amtsarzt Dr. Bernhard Gappmair (sechsfacher Vater) nicht deshalb vor seiner Kündigung, weil er sich als Vorsitzender der Europäischen Ärzteaktion zu sehr für den Lebensschutz einsetzt?

Lebensschutzarbeit ist geprägt von Nächstenliebe

Die Lebensschutzarbeit ist geprägt durch liebevollen Umgang, einer klaren, sachlichen und begründbaren Argumentation, und ausschließlich betont friedlichen Handlungen gegenüber allen Menschen, besonders betroffenen Frauen. Alles andere wäre für eine nachhaltige Überzeugungsarbeit ungeeignet. Wer als solch ein Lebensschützer ein öffentliches Amt führt, der wird verfolgt, angeklagt und entlassen. Das passiert täglich in der Gesellschaft, Politik und sogar schmerzlich innerhalb der christlichen Gemeinden. Wer jedoch das fünfte Gebot missachtet, der verleugnet seinen gesamten Glauben. Dazu zählen auch das bewusste Unterlassen des Lebensschutzes und das Ausbreiten des tödlichen Mantels des Schweigens.

Die ÖVP ist nicht unschuldig am Verfall des Menschenrechts auf Leben

Die Wiener ÖVP Kandidatin Dr. Gudrun Kugler-Lang musste sich im Wahlkampf zum Landtag letztes Jahr in erster Linie gegen die eigene Partei verteidigen, weil sie es wagte, das Abtreibungsdogma anzusprechen. Die ÖVP im Wiener Landtag stimmte Monate zuvor für die Schutzzone vor Abtreibungskliniken. Die Bundespartei spricht sich im Parteiprogramm für den Lebensschutz aus, während dessen Wirtschaftsminister Bartenstein in seinem anteilig eigenen Konzern die frühabtreibende „Pille danach“ herstellt. Seine Firma „Gerot“ stellte für die Pille danach mit dem Produktnamen „Vikela“ einen Antrag auf Rezeptfreistellung. In der Salzburger Abtreibungsdiskussion war die Bundespartei fleißig dabei, der Landes ÖVP in Sachen Lebensschutz in den Rücken zu fallen und zum Schweigen zu bringen. Die Fristenregelung ist „eine akzeptierte Angelegenheit“, heißt die Parole. Im Sommer 2005 wollte das von der ÖVP regierte Gesundheitsministerium diskret die Präimplantationsdiagnostik (PID) einführen und konnte nur durch erheblichen Widerstand daran gehindert werden…

Wir schweigen nicht!

Mitarbeiter von Jugend für das Leben, die öffentlich für den Lebensschutz arbeiten, haben vermehrt Probleme, einen politisch neutralen Job zu bekommen. Warum gehen wir Jugendliche, obwohl wir so jung sind, trotzdem dieses Risiko ein? Wegen unseres Gewissens, wir können nicht schweigen.

Wir kämpfen mit ausschließlich friedlichen Mitteln für das Lebensrecht. Das Gesetz, auf das sich Abtreibungsbefürworter berufen, hat vor 30 Jahren die Menschen geschützt, doch heute werden Menschen mit Berufung auf das Gesetz umgebracht. Was hat das mit einer Rechtsordnung zu tun? Unser Gewissen ändert sich nicht. Wir weigern uns, den Schutz der ungeborenen Kinder vor der Willkür unserer Gesellschaft aufzugeben.

Hören Sie auf Ihr Gewissen!

Wie können Feministen behaupten, ein „Recht“ auf die Tötung von ungeborenen Kindern für sich zu besitzen? Das von ihnen propagierte „Frauen-Menschenrecht auf Abtreibung“ fordert jährlich fast 50 Millionen Tote. Wie kann jemand behaupten, durch diese Menschenschlachtung seine „Gleichberechtigung“ erfüllt zu sehen? Kleine tote Kinder werden in Österreich in den Müll geworfen, weil ihre Existenz unerwünscht ist, weil sorgenbeladenen schwangeren Müttern kein lebensbejahender Weg aufgezeigt wurde. Niemand hat das Recht, Menschen auf diese völlig grauenhafte Weise umzubringen, hören Sie auf Ihr Gewissen! Das Gewissen als Richtschnur des Herzens bleibt zu allen Zeiten unverändert. Es erkennt das Böse und wehrt sich dagegen. Wann wehren wir uns endlich gegen das Unrecht, wann stehen wir endlich für die Liebe und für die Freiheit der Wahrheit auf? Wann nehmen wir als soziale Gemeinschaft endlich alle Menschen auf? Schwangere Mütter und ungeborene Kinder? Ich fordere nichts anderes als Solidarität und wahre Menschenrechte für alle!

Was ‚Jugend für das Leben’ ausspricht, hat mit der Realität zu tun, mit Sitte, Moral und Gott. Jedes tote Kind, zu dessen Abtreibung wir schweigen, ist in Wahrheit unsere Schwester und unser Bruder. Das verordnete Schweigen der Masse – darunter leider auch viele Taufschein-Katholiken, der Spott der Medien und die Diskriminierung der Lebensschützer ist wie ein Applaus für die Änhänger einer Kultur des Todes. Glauben Sie, wir sind falsch erzogen, weil wir uns auf die Seite der entrechteten ungeborenen Kinder stellen? Das Blut unserer Geschwister schreit zum Himmel.



© www.youthforlife.net   24. 10. 2006   06:03 Uhr

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